Palace of Glass – Die Wächterin

Rezension zu „Palace of Glass – Die Wächterin“

Autor: C. E. Bernhard

Verlag: penhaligon

Preis: 14, 00 Euro

ISBN: 978-3-7645-3195-9

 

Einführung:

Es ist der Auftakt einer fantastasichen Trilogie, welche im Jahr 2054 in London spielt. Unter den Menschen leben welche mit besonderen Gaben – Menschen, die Gedanken anderer durch bloße Berührungen nackter Haut beeinflussen oder gar negativ manipulieren können. Sie werden Magdalenen genannt und werden von dem englischen Königshaus gejagt ud gefoltert – aus Frucht! Deshalb sind alle Menschen soweit zugeknöpft, dass keine bis kaum Hau gezeigt wird – als Schutz, aber auch aus Furcht evtl aufzufallen …

Die Hauptperson namens Rea zeigt deshalb ebenso wenig Haut wie möglich – mit einer Ausnahme. Rea nimmt imemr wieder an illegalen Straßenkämpfen teil, ohne Handschuhe, und besiegt merkwürdigerweise als zierliche Frau ihre Gegener. Dies geht so lange gut bis Sie eines Tages von dem Gehimdienst des englsichen Königshauses Bescuh bekmmt und an den Hof berufen wird . Dort soll die für den Kronprinzen als undercover Bodyguard dienen und ihn schützen – dabei ist sie sein größter Feind, und müsste gegen Ihresgleich angehen …

Meinung:

Dieses Buch war zu Beginn etwas langwierig, so dass man etwas Zeit brauchte, um in die Story zu kommen. Bei mir lag es unteranderem daran, dass zu Beginn vieles erklärt worden ist. Damit meine ich die unterschiedlichen Arten der Magdalenen, de erklärt worden sind und geschichtliche Hintergründe, die den jetzigen Zustand erklären. Dabei suche ich nicht ganz die Schuld bei der Autorin, denn es ist meiner Meinung nach tatsächlich sehr schwierig so eine komplett neue Welt zu Beginn zu erschaffen. Ist man aber dann in der Geschichte drin gewesen, hat sie einen auch nicht mehr los gelassen – sie ist immer besser und spannender geworden. Dabei ist die die Gegenwart in mancher Hinsicht total konträr – so dass sich die Leute enerseits wie im Jahrundert zuvor kleiden, total bieder und zugeknöpft, aber im Gegensatz dazu Tablets und Smartphones benutzen.

Durch den Schreibstil hat man mit der Zeit bestimme Personen so lieb gewonnen, und man ist so drin, dass ich total traurig war, als diese Geschicte – vorerst – vorbei war. Der Schreibstil ist sehr schön und umfassend, so dass man sich perfekt in das zukünftige London hineinversetzt fühlt.

Der Hauptcharakter Rea ist wunderbar beschrieben worden, und man lernt sie super kennen und sieht ihr Entwicklung im Laufe des Buches. Ich fand den „Spagat“ zwischen Kronprinzen beschützen und dabei das Geheimnis eine Magdalena zu sein sehr gut umgesetzt. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, kommt da noch die Liebe ins Spiel … Ebenso die Nebenharaktere haben sich mehr und mehr entwickelt, und mich teilweise sehr überrascht. Es hatte total Spaß gemachtzu lesen und besonders. Das Ende ist ein schöner Abschluss gewesen, so dass man direkt Lust hatte weiterzulesen….

Das Buch kann ich jedem empfhelen! Es ist eine tolle Geschichte mit einer super Idee, womit die Autorin es schafft eine total neue Welt zu erschaffen – man wird förmlich hinein gesogen, und möchte unbedingt weiterlesen! Allerdings kann ich wegen ders Kritikpunktes zu Beginn keine 5 Punkte geben.

 

Bewertung: 4,5 / 5

 

 

Blackfin Boys – Warmes Blut auf weißem Sand

Rezension zu  „Blackfin Boys – Warmes Blut auf weißem Sand“

Autor:Flynn Todd

Verlag: Blackfin Verlag

Preis: 9,95

ISBN: 978-3-000583094

 

 

Einführung: Die Teenager Toby, Roland und Mark

treiben über vierzig Stunden hilflos und völlig erschöpft auf einer Re

ttungsinsel in den Weiten des Meeres. Wie von Geisterhand gesteuert, landet das schlauchbootartige Gefährt auf einer einsamen Insel. Der dortige Süßwassersee und einige Früchte retten

die Jungs vor dem Hungertod. Als die drei Gestrandeten die tropische Insel erkunden, stoßen sie auf eine entstellte Leiche in einem Ski-Anzug. Mit List und Taktik, aber auch mit Harpune, Messer und Pistole, nehmen sich die Jungs vor, den grauenhaften Dingen auf den Grund zu gehen…

Meinung:

Das Buch ist der Auftakt einer Reihe.  Meiner Meinung nach ist dies dem Autor recht gut gelungen. Der Schreibstil ist gut – nur stellenweise ging es thematisch zu schnell von einem zum anderen. Dadurch empfand ich es so, dass es zwischendruch schnell wieder an Spannungen verloren hat. Außerdem sind die Charaktere recht gut vorgestellt… man lernt die Personen im Laufe der Geschichte immer besser kennen, wobei das ganze relativ oberflächlich bleibt. Da hätte ich mir gerne etwas mehr Tiefe gewünscht. Zudem ist die Sprache der Jungs sehr modern gewesen, was ich persönlich nicht so passend fand. Außerdem empfand ich manche Reaktionen der Jungs nicht so realistisch – ich hatte teilweise Schwerigkeiten mich in die Personen hineinzuversetzen.

Die Story an sich ist recht gut. Es handelt von einer Insel, auf der viele krumm

e Dinge geschehen. Ich finde, dass der Autor hierbei interessante Ideen mit eingebaut hat, wobei es ganz zum Schluss vielleicht etwas zu „abwegig“ geworden ist. Es passieren auch einige Dinge, die meiner Meinung nach etwas härtere Nerven erfordern –  weil es teilweise etwas „ekelig“ für ein Jugendbuch wird. Gerade Zum Ende hat der Autor es geschafft eine Spannung am längeren Stück zu erzeugen. Zusätzlich bekommt man zum Schluss noch einen Einblick auf das zweite Abenteuer ….

Abschließend muss ich sagen, dass der Schreistil an gut ist und die kreativen Ideen gut umgesetzt worden sind. Die Story an sich ist auch gut- nur hat sie mir persönlich nicht so gut gefallen, und die Charakterprofile sind mir nicht genug in die Tiefe gegangen.

Dennoch: Ich empfehle es weiter, an Leute, die gerne Ab

tenteuergeschichten lesen.

 

 

Die Therapie

Rezension zu „Die Therapie“

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Knaur

Preis: 9,99 (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-942656160

 

Einführung: Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird. (Klappentext)

Meinung:

Ich finde das Buch die Therapie von Sebastian Fitzek echt gut. Es ist mein zweites Buch von Fitzek gewesen (1. Buch war das Paket), und ich finde, dass der Autor wohl einen Hang zu Psychologen/Psychiatern hat…

Auch wieder bei diesem Band hat er es geschafft, einen bis zum Ende dauerernden Spannungsbogen zu halten, mit vielen Cliffhangern am Ende fast aller Kapitel. Fitzek hat es auch meiner Meinung nach gut geschafft, eine düstere, geheimnisvolle Stimmung zu erzeugen, welche total treffend zu der Story ist.

Vergleiche ich das allerdings nun mit „Das Paket“, muss ich sagen, dass es nicht ganz so gut ist. Nicht so gut gefallen hat mir nämlich unteranderem, dass die einzelnen Charakter nicht so eine Tiefe bekommen haben, und man dementsprechend alle sehr oberflächlich kennen gelernt hat. Mir kam es sogar so vor, dass man selbst den Hauptprotagonisten hätte besser kennen lernen sollen…Das fand ich etwas schade.

Zudem fand ich das Ende etwas zu … „weit hergeholt“, wobei ich auch sagen muss, dass ich teilweise (positiv) überrascht war. Ich kann nun leider aich nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern. Es war auf jeden Fall ein großer Plot Twist, aber eben etwas weit hergeholt für meinen Geschmack.

Ansonsten ist es eine super Geschichte, und es lässt sich alles super fließend lesen. Ich hatte teilweise auch Probleme, dass Buch wegzulegen… Es ist spannend, und schön geschrieben, nur ließ es mich eben keine richtige Bindung zu den einzelnen Charakteren aufbauen. Aber vielleicht war das auch so gewollt von Fitzek.

Es ist auf jeden Fall ein guter Psychothriller, ein gutes Buch und somit empfehlenswert. Sicher gibt es von Fitzek bessere (wie das Paket), aber sicher auch schelchtere (nehme ich an).

Ich bewerte das Buch wie folgt:

Bewertung: 4 / 5

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Rezension zu „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“

Autor: Genki Kawamura

Verlag: C.Bertelsmann

Preis: 18,00 Euro

ISBN: 978-3-570-10335-7

 

 

Einfühurung:

Das Buch „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist ein Roman, welcher von Genki Kawamura verfasst worden ist, und von der Sinnhaftigkeit des Lebens handelt. Dabei ist der namenlose Protagonist, ein Briefträger von Beruf, sterbenskrank. Laut seines Arztes habe er lediglich einen Tag noch zum Leben. Dann bekommt er allerdings Besuch vom Teufel persönlich und macht ihm (unmoralische?) Angebote. Er darf weiter leben, immer einen Tag mehr … dafür muss immer eine Sache aus der Welt verschwinden …. Was das letztlich ist, entscheidet der Teufel.

Meinung:

Nach dem ich den Prolog gelesen hatte, bekam ich eine Gänsehaut.

Obwohl zeitweise in der Sie-Form geschrieben wird, und damit ein gewisser persönlicher Abstand zum Protagonisten entsteht, habe ich mich sehr gut in diesen hineinversetzt gefühlt. Das lag hauptsächlich an den Anekdoten bzw. Rückblickne in sein früheres Leben. Da erzählt er viel über seine tote Mutter, seine schwierige Beziehung zu seinem Vater und wie er zu seiner Katze gekommen ist – man lernt den Protagonisten richtig kennen. Diese Geschichten passen immer sehr gut zu den jeweiligen Tagen, an denen bestimmte Dinge durch den Teufel verschwinden. Ich habe gut gemerkt,  wie diese Dinge mit Ihrer jeweiligen Bedeutung ( für den Protagonisten) verschwunden sind.

Es sind zwischendurch auch immer wieder Sätze und Erkenntnisse gekommen, die mir selbst nochmal einen anderen Blick auf das Leben und den Tod ermöglicht haben. Ich hatte dabei Kentnisse manchmal etwas überdacht und sogar neue kennen gelernt. Gerade kurz vor Ende kommen sehr viele „Weisheiten“ für das Leben.

Ich emfand das Buch, gerade wegen dieser Rücklblicke in das Leben der Hauptfigur, als Film des Lebens, welcher bekannterweise kurz vor dem Tod eines jeden Menschen erscheint. So hat man als Leser seinen Film ebenfalls gesehen kurz bevor dieser verendet ….

Vielleicht bin ich zur Zeit etwas emotional labil oder einfach zu sensibel, oder aber ich hatte einfach einen schlechten Tag, – ich weiß es ehrlich nicht – aber ich habe tatsächlich am Ende geweint … mir ging das ganze recht nahe, was mich selbst verwundert hatte …. Ich glaube Grund dafür war die Entwicklung des Protagonisten, der am Ende den Tod als was Natürliches ansieht, und ihn sogar willkommen heißt, und gerne annimmt…..

Ein relativ „großer“ negativer Punkt ist, dass das Buch stellenweise mehr in die „Tiefe“ hätte gehen können bzw. meines Erachtens gehen sollen. Der Autor hätte noch etwas besser auf die verschwundenen Dinge und deren Auswirkungen eingehen können. Oder aber am Ende noch eine gewisse Auflösung mit dem Vater klären können … aber vielleicht ist es eben das, was der Autor damit sagen möchte: im Leben hat man manchmal nicht die Chance alles zu klären oder zu abzuschließen …

Es ist auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung, wenn man mal einen anderen Blick auf das Leben werfen möchte, und philosphisch angehauchte Bücher mag.

Bewertung: 4 / 5

 

 

your name

Rezension zu „your name“

Autor: Makoto Shinkai

Verlag: Egmont

Preis: 15 Euro

 

 

Einführung:

Mitsuha lebt in einem Dorf in den Bergen, sehnt sich aber nach einem aufregenden Leben in der Stadt. So sehr, dass sie eines Nachts sogar beginnt davon zu träumen: Im Schlaf ist sie Taki, ein Junge aus der Metropole Tokio. Als aus dem Traum plötzlich Realität wird und Mitsuha in Takis Körper aufwacht, ist sie vollkommen verwirrt. Wer ist dieser Junge? Was macht sie in seinem Körper? Und vor allem: Wie kann sie das wieder umkehren?
Eine berührende Liebesgeschichte durch Zeit und Raum nimmt ihren Lauf…

Quelle: https://www.egmont-manga.de/buch/your-name-roman/

Meinung: Ich habe erst auf Instagram erfahren, dass es zu dem Film „your name“ einen gleichnamigen Roman gibt. Daraufhin habe ich ihn mir schnell geholt.

Ich finde, dass sich der Roman und der Film sehr gut ergänzen. Ich hatte auf einmal wieder alle Bilder aus dem Film im Kopf, und das Geschehen hatte durch das Buch eine gewisse Tiefe bekommen. Außerdem lässt sich das Buch sehr gut lesen, wenn man sich an den Schreibstil gewöhnt hat. Dieser ist nämlich wirklich etwas gewöhnungsbedürftig, und hatte mich zu Beginn auch etwas irritiert. Das Buch handelt nämlich von zwei Protagonisten, einer weiblichen und einer männlichen Hauptperson. Die Sicht der weiblichen Hauptperson wird linksseitig geschrieben, während die Sicht der männlichen Hauptperson rechtsseitig geschrieben wird. Manchmal werden die Perspektiven beider Protagonisten zusammen auf einer Seite beschrieben. Dadurch hat man das Gefühl bekommen, dass wirklich die Abläufe beider Personen parallel zu einander ablaufen, und sich gegenseitig vielleicht sogar bedingen…? Es war auf jeden Fall sehr interessant so einen Stil zu lesen. Zudem ist alles sehr schön um- und beschrieben, und besitzt hier und dort auch immerwieder etwas (geschlechtsspezifischen) Humor. Das wiederum kennt man aus japanischen Animes, oder Mangas.

Die Story hat mich persönlich sehr mitgerissen, sodass ich am Ende sogar den Tränen recht nahe war – und das ist bei mir eher die Ausnahme… Man muss aber auch sagen, dass die Story wahrscheinlich eher etwas für jemanden ist, der gerne japanische Geschichten mag. Der Autor spielt hierbei mit ständigen Gegensätzen aus Kultur und Moderne, oder Stadt und Land, Mädchen und Junge … und verwendet einige Metaphern, was ich persönlich gerne mag. Es erlaubt Interpretationsfreiraum. Zusätzlich ist in der Story ein großartiger Plot Twist eingebaut, der einen sicher überraschen wird. Mir war dieser wegen des Filmes bekannt, aber ich muss sagen, dass es in dem Roman sehr gut verarbeitet wurde.

Abschließend kann ich nur eine klare Leseempfehlung geben – gerade wenn man japanische Geschichten mag!

Bewertung: 5 / 5

Der Junge im gestreiften Pyjama

Rezension zu „Der Junge im gestreiften Pyjama“

Autor: John Boyne

Verlag: Fischer

Seiten: 288

Preis: 8,99 Euro

ISBN: 978-3-596-80683-6

 

Einführung: Im zweiten Weltkrieg wird die Geschichte eines kleinen neunjährigen Jungen namens Bruno erzählt. Sein Vater wird Kommandant eines Lagers in Polen – das von Auschwitz. Dafür muss Bruno mit seiner Schwester, Mutter und Vater Berlin verlassen. Bruno vermisst Berlin und denkt oftmals an seine Schulfreunde. Mit seiner Schwester kann er nicht wirklich spielen: er nennt sich immer wieder einen hoffnungslosen Fall und fühlt sichim seinem neuen Zuhause nicht wohl. Erst als er einen jüdsichen Jungen hinter einem Zaun kennenlernt und sich mit ihm anfreundet, gefällt es ihm dort. Es sind seine positiven Momente dort. Den Grund des Umzugs und generell alles drumherum realisiert Bruno nicht, seine Eltern und Großeltern vermeiden jegliche Erklärungen.

Seine Mutter möchte gerne, dass sie wieder zurück nach Berlin ziehen. Dieser Ort sei nämlich keiner, an dem Kinder großwerden sollten. Dies wird allerdings erst zum Ende hin möglich … wobei dann alles schon zu spät ist …

Meinung: Ich finde das Buch äußerst gelungen. Bruno sieht die ganze Welt um ihn herum sehr kindlich und naiv. Seine Welt besteht daraus, Spielkameraden zu finden und Spaß zu haben. Er hinterfragt auch nicht die Geschehnisse, wie zum Beispiel das Fehlen des jüdischen Kellners – der eigentlich Arzt ist – und nach einem Fehler zusammengeschlagen wird. Er versteht den Begriff Juden nicht, bzw. warum sie anders sind, und sieht sie deshalb als normale Meschen. Er beneidet sie sogar noch, weil die Kinder hinter dem Zaun sich zum Spielen haben. Er bemerkt es nicht mal, dass sein neuer jüdischer Freund Schmuel immer magerer wird … nach jedem Treffen am Zaun…

Ich finde diese kindliche Leichtigkeit, die im Erwachsenenalter leider verloren geht, hat der Schriftsteller sehr gut herüber gebracht. Auch die Botschaft, dass in Kinderaugen jeder gleich ist, finde ich besonders schön. Ich bin mir allerdings nicht ganz so sicher, ob neunjährige Jungen das alles wirklich nicht so versteht. Bruno wiederholt nämlich oftmals Dinge, die ihm erklärt wurden. Außerdem hat es mich zeitweise kurz verwundert, warum Schmuel nie beim Warten am Zaun erwischt wurde, oder er den Zaun so hochheben konnte, damit Bruno zum Spielen hindurch kommen konnte.

Andererseits sind auch die Beschreibungen eines kleinen Jungen sehr goldig, der beispielsweise die Kleidung der Juden bzw. Häftlinge des Konzentrationslagers als gestreifte Pyjama sieht, oder den Führer als Furor und Auschwitz als Aus-Wisch bezeichnet.

Abschließend muss ich sagen, war ich sehr gerührt – wenn auch nicht den Tränen nahe. Zudem ist die Botschaft, die ich daraus entnehmen konnte – alle Menschen sind gleich – sehr wichtig!

Nun freue ich mich auf den Film!

Meine Bewertung: 5 / 5

Scythe – Hüter des Todes

Rezension zu „Scythe – Hüter des Todes“

Autor: Neal Shusterman

Verlag: SAUERLÄNDER

Seiten: 513

Preis: 19,99 Euro

ISBN: 978-3-7373-5506-3

 

Einführung: Die Geschichte spielt in der Zukunft – es ist eine Welt, in der es nur Wohlstand gibt, unendliches Wissen, keine Krankheiten – und keine natürliche Sterblichkeit. Die Menschen leben auf der Erde in einer perfekten Welt …. aber alles hat seine Schattenseiten …

Es gibt zwei Hauptprotagonisten: Citra Terranova und Rowan Damisch, welche in dieser perfekten Welt leben. Da Menschen allerdings sterben müssen, um eine Massenbevölkerung der Erde zu verhindern, gibt es die Scythe. Diese werden ausgebildet um die Bevölkerung der Welt auszubalancieren –  indem sie Menschen töten! Sie haben die Erlaubnis dafür .

Rowan und Citra werden ebenfalls auserwählt, und der Ausbildung der Scythe unterzogen. Sie sollen die Kunst des Tötens in allen Facetten lernen. Doch wird am Ende nur einer zum Scythe gekürt, und hat abschließend die Aufgabe den oder die andere(n) Auszubildende(n) hinzurichten.

Es ist der Auftakt einer Science-Fiction Trilogie!

Meinung: Das erste Buch ist ein sehr guter Auftakt in einer aufregend neue Welt, die doch zum Teil sehr nahe an unsere jetzige Welt heran kommt.

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Es gibt immer wieder große Wendungen, die immer wieder Spannungen erzeugt und somit zum Weiterlesen animiert haben. Zudem kann man es sehr flüssig lesen.

Es gibt einige Situationen, in denen Menschen von den Scythe getötet werden. Der Autor schafft es hierbei aber sehr gut – getreu einem Jugendromans – dass es nicht makaber wird. Dennoch empfand ich das Thema zu Anfang doch etwas befremdlich …

Sehr gut finde ich auch, dass – ich persönlich – dadurch mich mehr mit dem Tod und dem endlichen Leben auseinander gesetzt habe. Im Buch kam es teilweise immer wieder hervor, dass das Leben dort unendlich sei. Somit dachten die Menschen kaum an den Tod, lediglich als sie die Hüter des Todes – die Scythe – sahen. In unserer Gesellschaft empfinde ich es sehr ähnlich. Man beschäftigt sich nicht damit – man verdrängt es.  Und obwohl man weiß, dass das Leben irgendwann endet, lebt man dennoch so, als wäre man unsterblich … Durch dieses Buch habe ich mich persönlich auch mehr mit dem Thema auseinander gesetzt.

Außerdem hat der Autor auch gut gezeigt, dass Menschen auch in der Zukunft wohl Menschen bleiben. Das heißt: sie werden weiterhin manipulierbar sein, nach „mehr“ (Macht) streben wollen und evlt. für sich selbst zur Gefahr werden…?

Die Story wird echt spannend erzählt und bleibt durch die zwei Protagonisten und dem Sichtwechsel zwischen ihnen auch oft spannend. Ich fand allerdings, dass einige Szenen zu langgezogen waren, und eine zu kurz und schnell heruntergeschrieben worden sind … Ich finde das Buch gut als Auftakt einer Trilogie und freue mich bereits auf den zweiten Teil!

Klare Leseempfehlung!

Bewertung: 4,5 / 5

 

 

 

Das Paket

Rezension zu „Das Paket“

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: KNAUR

Seiten: 335

Preis: 10,99 Euro

Gebunden: 19,99 Euro

ISBN: 978-3-426-19920-6

 

Einführung:

Eine junge Psychiaterin namens Emma wird in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt. Laut den Medien heißt es, sie sei Opfer eines Psychopathen geworden, und nennen den Täter Friseur, da dieser den vergewaltigten Frauen dei Haare abrasiert. Sie ist die Einzige, die diese Misshandlung überlebt und  verbarrikadiert sich seitdem traumatisiert zu Hause. Das ist der einzige Ort, an dem Sie sich sicher fühlt. Dennoch wird sie auch zu Hause von Wahnvorstellungen heimgesucht und sieht in ihrer Paranoia in dem Gesicht jedes Mannes den Vergewaltiger!

Als es dann an der Tür klingelt und der Postbote ihr ein Paket übergibt – für einen Nachbarn, den sie nicht kennt, obwohl sie bereits lange in der kleinen Siedlung nahe Berlin lebt – geht die Horrorgeschichte weiter. Hat das Packet etwas mit ihrer Vergewaltigung zu tun, mit dem Peinuger, mit dem Friseur …?

Meinung:

Das Paket von Sebastian Fitzek ist mein erster Psychothriller überhaupt gewesen. Durch die Bookstagram-Community bin ich endlich dazu bewegt worden, mir es zu holen. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt!

Es war direkt am Anfang sehr gut und spannend geschrieben. Man flog förmlich durch das Buch, und fast nach jedem Kapitel gibt es einen Cliffhanger, die mich das Buch echt schwer weglegen lassen haben. Es war tatsächlich sehr spannend – durchweg. Außerdem sind ständige Wendungen eingebaut gewesen, so dass man oftmals Vermutungen hatte, wer der Friseur und Täter sei, und damit komplett falsch lag. Zum Ende hin hat sich allerdings meine Vermutung dann doch bestätigt. Ich möchte diesem Buch – auch wenn ich noch keinen Vergleich mit anderen Thrillern habe – die volle Punktzahl geben.

Ich finde nämlich, dass der Autor es super geschafft, Emma, die Hauptprotagonisten ebenfalls wahnsinnig und psychisch erkankt darzustellen, obwohl sie es nicht ist … oder etwa doch? Diese Grenze zwischen Verrückteit und Klarheit finde ich sehr gut, und hat mich oftmals an die Phsyiker (Dürrenmatt) oder auch Shuter Island, die nach dem selben Pinzip vorgehen, gedacht.

Eine klare Leseempfehlung!

Bewertung: 5 / 5

 

 

 

 

 

Das Lied der Krähen

Rezension zu „Das Lied der Krähen“

Titel: Das Lied der Krähen

Autor: Leigh Bardago

Verlag: KNAUR

Seiten: 592

Preis: 16,99 Euro

ISBN: 978-3-426-65443-9

 

Einführung:

Die Geschichte aus „Das Lied der Krähen“ entspringt der High Fantasy und spielt somit in seiner eigenen magischen Welt. Hauptplatz der Handlungen ist zu Beginn die Hafenstadt Ketterdam, welche als wichtige Handelsmetropole, aber auch als Treffpunkt kurioser Gestalten dient.
Einer dieser zwielichtigen Gestalten ist Kaz Brekker, ein gerissener und gefühlskalter Dieb, der die rechte Hand eines Bandenchefs ist.
Als er ein Jobangebot bekommt, das Ihm viel Reichtum verspricht, nimmt er es an. Er kann diesen Job allerdings nicht alleine durchführen. Dafür benötigt er eine Mannschaft – diese besteht aus fünf weiteren Mitgliedern – und sie alle haben zwar dasselbe Ziel, aber alle unterschiedliche Motive. Kaz könnte mit diesem Reichtum endlich seinen verstorbenen Bruder rächen…
Das Problem ist nur: der Job ist äußerst gefährlich. Sie sollen einen Magier aus dem bestgesichersten Gefängnis der Welt befreien. Sind sie sechs der Herausforderung gewachsen, oder werden sie daran kläglich scheitern ….

Meinung:

Ich finde das Buch „Das Lied der Krähen“, welches von Leigh Bardugo geschrieben wurde, echt fantastisch. Es ist eine Geschichte, die einen in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und schnell zu lesen. Dennoch wird alles detailreich beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.
Interessant fand ich auch den ständigen Wechsel der sechs Protagonisten nach jedem Kapitel. Dadurch hat die Geschichte eine bessere Spannung aus verschiedenen Blickwinkeln und man hat die Personen noch besser mit seinen Gefühlen und Gedanken kennen gelernt. Zudem habe ich durch diesen Wechsel der Protagonisten die Entwicklung der jeweiligen Charaktere sehr gut miterleben können. Es ist wirklich sehr spannend.
Natürlich ist die Geschichte an sich auch schon super spannend: ein gerissener Dieb soll mit seinen fünf Gefährten einen Magier aus dem am besten bewachten Gefängnis befreien! Es erinnert zwar etwas an Ocean eleven, ist aber dennoch sehr einzigartig in seiner Geschichte. Die Gefährten sind nämlich sehr clever und besitzen alle eine oder mehrere besondere Fähigkeit(en), die sie als Team besonders stark mach(en). Außerdem gibt es noch sogenannte Grischa. Das sind Magier, die verschiedene Magien besitzen, und mit einer Droge, dem Jurda Parem, ihre Kraft wesentlich verstärken können.
All das macht es zu einer sehr guten Story und letzlich einem sehr guten Buch. Das einzig negative an Kritik, ist für mich der Einstieg gewesen. Dieser ist mir nämlich durch die vielen Namen, Orte und allgemeinen Begriffe relativ schwer gefallen. Allerdings gewöhnt man sich auch wiederum relativ schnell daran, so dass es immer besser wird, je weiter man liest.

Es ist eine klare Empfehlung an alle, die gerne (high) Fantasy lesen, und gerne in fremde, aufregende Fantasiewelten eintauchen!

Bewertung: 4,5 / 5

 

Nur drei Worte

Rezension zu „Nur drei Worte“/“Love, Simon“

Titel: Nur drei Worte

Autor: Becky Albertalli

Verlag: Carlsen

Seiten: 320

Preis: 16,99 EURO (Hardcover)

ISBN: 978-3-551-55609-7

Einführung:

Das Buch „Nur drei Worte“ (o. im engl. Love, Simon) behandelt die Frage, was eigentlich „normal“ ist. Gilt es als normal, weiß, hetero und christlich zu sein? Das Buch handelt von dem Jugendlichen Simon und seiner Internetbekanntschaft  Blue. Sie haben eine Gemeinsamkeit: Beide sind homosexuell. Simon und Blue sind ungeoutet und tauschen sich per E-Mail aus. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft – und mehr? Beide besuchen die selbe Schule und kennen sich nicht, oder etwa doch..? Simon möchte sich gerne selbst outen, doch wird ihm die Entscheidung wann und wie unfreiwillig abgenommen, als jemand es für ihn übernimmt und es online stellt …

Daneben erlebt Simon den Schulalltag mit seinen Freunden und durchlebt die Gefühle eines Jugendlichen in seiner Identitätsfindung – und dem ungewollten Outing und seinen Folgen. Zu dem werden Themen wie Freundschaft und Religion angeschnitten.

Eigene Meinung:

Ich finde, dass die ersten Seiten recht trocken und langweilig waren, es allerdings schnell an Fahrt aufgenommen hat. Das Buch ist somit immer unterhaltsamer geworden und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Der Schreibstil des Jugendbuches ist einfach gehalten, dennoch ist es schön und gefühlvoll beschrieben, so dass man sich sehr gut in Simon hinein versetzen kann. Die Story ist emotional und lädt zum Eintauchen ein – und man mag das Buch gar nicht mehr weg legen.

Besonders gut hat mir die kritische Ader zu dem Punkt Normalität gefallen. Ich finde, dass Becky Albertalli dies sehr gut und geschickt umgesetzt hat. Man wird nämlich auf eine Fährte gelockt. Der Leser ertappt sich selbst dabei – wie ich selbst auch, wie anders man sich Blue vorgestellt hat, und man ist sicherlich erstaunt, wie Blue am Ende aussieht ( und wer er ist). Außerdem wird die Beziehung von Homosexualität und Religion aufgegriffen. Am Ende des Buches beschäftigt man sich selbst mit dem Thema Normalität und was das eigentlich (für einen selbst) bedeutet, und fängt vielleicht bei sich an…

Zuletzt kann ich mir noch gut vorstellen, dass auch andere Jugendliche sich sehr gut in die Rolle von Simon (und auch Blue) hinein versetzen können. Es könnte Ihnen helfen mit ihrer eigenen Situation besser klar zu kommen.

Zusammenfassend möchte ich das Buch – eben wegen der kritischen Sicht – mit einer sehr guten Bewertung auszeichnen! Es ist auf jeden Fall lesenswert und regt zum Nachdenken an!

Bewertung: 5 / 5