They both die at the end

Rezension zu „They both die at the end“

Autor: Adam Silvera

Verlag: Simon & Schuster Books for Young Readers

Seiten: 384

Preis: 7,89 (Taschenbuch)

ISBN: 978-1-4711-6620-4

Einführung:

Zwei Jungs, Mateo und Rufus, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erhalten im Laufe desselben Abends jeweils einen Anruf von dem Death-Cast – sie werden in den näcsten 24 Stunden sterben! Für diese Menschen gibt es eine App: Der letzte Freund. Durch diese App treffen sich die beiden und (er)leben gemeinsam ihren letzten Tag in ihrem Leben miteinander….

Meinung: Was vielleicht auf dem ersten Blick recht langweilig wirken mag, da unteranderem das Ende des Buches bereits im Titel verraten wird, hat die Geschichte mich dennoch sehr gefesselt und mitgerissen. Adam Silvera hat es geschafft, eine realistische Science-Fiction-Welt zu erschaffen, die unserer sehr ähnelt. Deshalb habe ich mir selbst die Frage gestellt: Was würde ich machen, wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte …

Man hat sich sehr schnell an die Protagonisten gewöhnt und diese ins Herz geschlossen. Das hat das Ganze am Ende dann auch noch schwerer gemacht … Der Schreibstil ist sehr schön und relativ leichtes Englisch, würde ich sagen. Ich habe alles verstanden, und habe sonst nie auf englisch gelesen.

Ich finde es besonders gut, dass neben den beiden Geschichten der Hauptcharaktere noch weitere abliefen. Die Geschichten sind alle untereinander verkettet und beeinflussen das Sterben einige Charaktere. Etwas kritisch anzumerken ist, dass es eventuell etwas zu viel geworden ist, und der Beginn vieler Kapitel gleich ist. Zudem gibt es noch eine kleine Love-Story, die meiner Meinung nach hätte etwas mehr ausgearbeitet werden können, oder stattdessen hätte weggelassen werden können. Positiv finde ich die Zitate zwischendurch, die das Leben sehr gut beschreiben

Dennoch ist dieses Buch sehr empfehlenswert – es nimmt einen mit, bringt einen zum Lächeln und Weinen, und lässt einen das eigene Leben sogar reflektieren. Es zeigt, was wichtig im Leben ist, und worauf es ankommt, lässt dabei allerdings noch wichtigen Interpretationsfreiraum. Abschließen möchte ich diesen Text mit folgendem Zitat: „A ship in harbor is safe, but that is not what ships are built for“ – John A. Shedd

Ich gebe dem Buch insgesamt folgende Bewertung:

 

Bewertung: 4,5 / 5

The Ivy years – Was wir verbergen

Rezension zu „The Ivy years – was wir verbergen“

Autor: Sarina Bowen

Verlag: LYX

Preis: 12,90 Euro

ISBN: 978-3-7363-0787-2

 

Einführung: Scarlet Crowley begegnet an ihrem ersten Tag des Harkness College den gutaussehenden Bridger McCaulley – und es herrscht sofort eine Spannung zwischen Ihnen. Und sie kommen sich immer näher – mit jedem Blick, jeder Berührung, und es fällt ihnen schwer zu widerstehen. Dabei verbergen beide jeweils ein Geheimnis, welches niemals an die Öffentlichkeit gearaten darf, oder an den jweils anderen! Andernfalls steht nicht nur ihr Studium auf dem Spiel, sondern es könnte jeweils das Leben völlig zerstören….

Meinung:  Die Autorin schafft es auch hier mitten in der Story anzufangen, was ich besonders gut finde. Auch die Geheimnisse von Scarlet und Bridger, die beide jeweils versuchen vor dem anderen geheim zu halten, sind sehr brisant und bieten sehr guten Stoff um eine Story spannend zu gestalten. Die Charaktere sind sehr gut ausgeschmückt, und kommen sehr sympathisch rüber – man fühlt mit ihnen. Ich habe mich deshalb gut in die Rolle von Scarlet, aber auch in die von Bridger hinein setzen können.

Ich finde es auch sehr gut, dass die Story immer wieder zwischen diesen beiden Protagonisten wechselt – wie im ersten Band. Ebenso erfreulich war, dass die Hauptcharaktere aus Band 1 in Band zwei auftauchten, wie es Bridger in Band eins tat. Man kann den zweiten Ban zwar unabhängig von Band 1 lesen, aber es war dennoch schön, die anderen beiden „wiederzusehen“.

Negativ ist anzumerken, dass die Story zu Beginn nicht so sehr in die Tiefe geht und das ganze Potential nicht ausgeschöpft worden ist. Die Handlung plätscherte so vor sich her …. und es wurde relativ schnell langweilig. Allerdings werden die Sexszenen ausführlicher beschrieben. Erst ungerfähr nach der Hälfte nahm dann die Geschichte rictig Fahrt auf, so dass die Autorin glücklicherweise das Potential genutzt hat und es richtig spannend wurde. Denn die beiden Geheimnisse der Protagonisten bieten super Zündstoff …. Damit ist dann auch etwas mehr Tiefe erzeugt und das vorhandene Potential genutzt worden.

Abschließend möchte ich sagen, dass dieses Buch gut ist und man es lesen sollte! Vor allem, wenn einem der erste Band bereits gefallen hat, wird man den zweiten Teil ebenfalls mögen. Das gute Ergebnis hat das Buch definitiv noch durch die spannenden Wendungen ab Mitte des Buches erhalten.

 

Bewertung: 4 / 5

 

 

 

Closer

Rezension zu „Closer“

Autor: Ina Taus

Verlag: BoD – Books on Demand

Preis: 12,99 Euro

ISBN: 978-3-744-89296-4

 

Einführung:

Es ist egal, wen du liebst. Solange du es von ganzem Herzen tust.
Der 18-jährige Mason hat alles, was er will: eine tolle Freundin, einen besten Kumpel, einen Freundeskreis, mit dem man richtig gut feiern kann, und nächstes Jahr geht es endlich aufs College. Vor ihm liegt ein Sommer voller Partys am Strand und fauler Nachmittage am Pool. Doch alles gerät ins Wanken, als Jackson in die Kleinstadt Naples in Florida zieht. Der Neue ist so geheimnisvoll wie anziehend, und plötzlich weiß Mason nicht mehr, was er denken geschweige denn fühlen soll. Er liebt doch Emily! Oder? Warum fühlt er sich zu Jackson, einem Kerl, so wahnsinnig hingezogen? Mason stürzt in ein Gefühlschaos, aus dem ihn anscheinend nur eine Person retten kann: Jackson.

Meinung:

Die Autorin hat es meiner Meinung nach gut geschafft, die Charaktere heraus zu arbeiten. Besonders Mason wirkt fürsorglich und liebevoll, aber auch mutig. Er wollte niemanden verletzen und hat versucht dementsprechend zu handeln. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch die anderen Charaktere waren super beschrieben worden, so dass mir alle ans Herz gewachsen sind.

Die Entwicklung von Mason hinsichtlich des Coming-Outs ist für mich sehr schön beschrieben worden. Mason ist ein anständiger junger Mann, der niemandem weh tun will und hat dabei innere Konflikte – zumal er auch noch mit seiner Freundin zusammen gewesen ist – die ihm das Leben echt schwer gemacht haben. Es war total spannend in die Gedanken- und Gefühlswelt von Mason einzutauchen. Ich habe echt gut mitfühlen können. Außerdem gab es stellenweise Wendungen, die mich postitv überrascht hatten, und welche, bei denen ich lachen musste.

Der Schreibstil von Ina Taus hat mir echt gut gefallen. Man hatte die Möglichkeit wirklich darin einzutauchen, und vieles mitzuerleben. Er war leicht und flüssig. Zusätzlich haben die weiteren Geschichten der Nebencharakter die Geschichte noch interessanter gemacht, wei man damit begann, auch mit denen mitzufühlen.

Was ich persönlich nicht ganz so gelungen finde, ist, dass die Story stellenweise entweder etwas zu kurz kam, oder auch gefühlt etwas zu sehr in die Länge gezogen wurde. Somit gab es beispielsweise immer wieder ein nähe kommen und ein abstoßen, was wahrscheinlich die chaotische Gefühlswelt von Mason unterstreichen sollte – nur war es für meinen Geschmack etwas zu oft wiederholt.  Zudem hat die Story teilweise vor sich dahin geplätschert …

Abschließend muss ich aber dennoch sagen, dass dieses Buch super ist! Besonders die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt ist sehr schön herüber gekommen – insbesondere nochmal durch den Epilog hervorgehoben – aber eben auch die Komplikationen eines Outing… Diese verschiedenen Phasen, oder Stufen hat Ina sehr schön verdeutlicht.

Also: Jeder der Gay Romance liest, oder damit anfangen möchte, sollte dieses Buch lesen!

Bewertung: 4 / 5

The Ivy Years – Bevor wir fallen

Rezension zu „The Ivy Years – Bevor wir fallen“

Autor: Sarina Bowen

Verlag: LYX

Preis: 12,90 Euro

ISBN: 978-3-73630786-5

 

Einführung:

Die Hauptperson Corey Callahan sitzt wegen eines Sportunfalls im Rollstuhl und beginnt ihr Stuidum in einem alten College mit Namen, dem Harkness College.  Sie wohnt dort auf dem Campus in einem barrierefreien Wohnheim, während im Zimmer gegenüber ein gutaussehender Sportler wohnt – Adam Hartley, welcher wegen eines Beinbruchs ebenfalls dort einquartiert ist. Er ist lieb und aufmerksam und behandelt Corey als einzige normal, so dass es nicht lange dauert bis Corey Gefühle für ihn entwickelt … doch wäre da nicht Adam Hartleys gutaussehende Freundin…

Meinung:

Zu Beginn muss ich erst einmal sagen, dass ich noch nie zuvor ein Buch gelesen habe, in dem der Hauptprotagonist eine Behinderung durch einen Unfall erlitten hat. Ich fand es dementsprechend sehr interessant, wie sich der (studentische) Alltag und vor allem die Gefühlswelt aussehen kann.

Dennoch muss ich leider dazu sagen, dass mir diese Thematik nicht tief genug ging. Es war toll zu lesen, dass Corey stets bemüht war, aus der Situation das Beste zu machen oder etwas Gutes daraus zu sehen, nur ist dieses Potential nicht ganz ausgeschöpft worden. Man hat es zwar alles kennen gelernt, aber eben sehr oberflächlich. Zudem fand ich ebenso die Gedankenwelt der jeweiligen Personen und die Story allgemein recht oberflächlich. Man konnte es somit zwar noch gut und zügig durchlesen, doch verlor es relativ schnell an Spannung. Damit verbunden „plätscherte“ die Geschichte nur noch vor sich her, obwohl es stellenweise immer wieder interessante Situationen gab. Besonders zum Ende hin ist es dann aber gleichmäßg immer besser geworden.

Abschließend muss ich sagen, dass ich froh bin, es gelesen zu haben,und es mir dafür „nur“ ausgeliehen habe. Ich hätte den Kauf sicher für das Geld etwas bereut. Dennoch werde ich den zweiten Teil lesen, da ich gehört habe, er solle besser sein, und andere Charakter in den Vordergrund stellen. Die Story an sich hat echt Potential gehabt, welches die Autorin meiner Meinung nach nicht ganz genutzt hat. Deshalb folgende Bewertung:

Bewertung: 3,5 / 5

 

Palace of Glass – Die Wächterin

Rezension zu „Palace of Glass – Die Wächterin“

Autor: C. E. Bernhard

Verlag: penhaligon

Preis: 14, 00 Euro

ISBN: 978-3-7645-3195-9

 

Einführung:

Es ist der Auftakt einer fantastasichen Trilogie, welche im Jahr 2054 in London spielt. Unter den Menschen leben welche mit besonderen Gaben – Menschen, die Gedanken anderer durch bloße Berührungen nackter Haut beeinflussen oder gar negativ manipulieren können. Sie werden Magdalenen genannt und werden von dem englischen Königshaus gejagt ud gefoltert – aus Frucht! Deshalb sind alle Menschen soweit zugeknöpft, dass keine bis kaum Hau gezeigt wird – als Schutz, aber auch aus Furcht evtl aufzufallen …

Die Hauptperson namens Rea zeigt deshalb ebenso wenig Haut wie möglich – mit einer Ausnahme. Rea nimmt imemr wieder an illegalen Straßenkämpfen teil, ohne Handschuhe, und besiegt merkwürdigerweise als zierliche Frau ihre Gegener. Dies geht so lange gut bis Sie eines Tages von dem Gehimdienst des englsichen Königshauses Bescuh bekmmt und an den Hof berufen wird . Dort soll die für den Kronprinzen als undercover Bodyguard dienen und ihn schützen – dabei ist sie sein größter Feind, und müsste gegen Ihresgleich angehen …

Meinung:

Dieses Buch war zu Beginn etwas langwierig, so dass man etwas Zeit brauchte, um in die Story zu kommen. Bei mir lag es unteranderem daran, dass zu Beginn vieles erklärt worden ist. Damit meine ich die unterschiedlichen Arten der Magdalenen, de erklärt worden sind und geschichtliche Hintergründe, die den jetzigen Zustand erklären. Dabei suche ich nicht ganz die Schuld bei der Autorin, denn es ist meiner Meinung nach tatsächlich sehr schwierig so eine komplett neue Welt zu Beginn zu erschaffen. Ist man aber dann in der Geschichte drin gewesen, hat sie einen auch nicht mehr los gelassen – sie ist immer besser und spannender geworden. Dabei ist die die Gegenwart in mancher Hinsicht total konträr – so dass sich die Leute enerseits wie im Jahrundert zuvor kleiden, total bieder und zugeknöpft, aber im Gegensatz dazu Tablets und Smartphones benutzen.

Durch den Schreibstil hat man mit der Zeit bestimme Personen so lieb gewonnen, und man ist so drin, dass ich total traurig war, als diese Geschicte – vorerst – vorbei war. Der Schreibstil ist sehr schön und umfassend, so dass man sich perfekt in das zukünftige London hineinversetzt fühlt.

Der Hauptcharakter Rea ist wunderbar beschrieben worden, und man lernt sie super kennen und sieht ihr Entwicklung im Laufe des Buches. Ich fand den „Spagat“ zwischen Kronprinzen beschützen und dabei das Geheimnis eine Magdalena zu sein sehr gut umgesetzt. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, kommt da noch die Liebe ins Spiel … Ebenso die Nebenharaktere haben sich mehr und mehr entwickelt, und mich teilweise sehr überrascht. Es hatte total Spaß gemachtzu lesen und besonders. Das Ende ist ein schöner Abschluss gewesen, so dass man direkt Lust hatte weiterzulesen….

Das Buch kann ich jedem empfhelen! Es ist eine tolle Geschichte mit einer super Idee, womit die Autorin es schafft eine total neue Welt zu erschaffen – man wird förmlich hinein gesogen, und möchte unbedingt weiterlesen! Allerdings kann ich wegen ders Kritikpunktes zu Beginn keine 5 Punkte geben.

 

Bewertung: 4,5 / 5

 

 

Blackfin Boys – Warmes Blut auf weißem Sand

Rezension zu  „Blackfin Boys – Warmes Blut auf weißem Sand“

Autor:Flynn Todd

Verlag: Blackfin Verlag

Preis: 9,95

ISBN: 978-3-000583094

 

 

Einführung: Die Teenager Toby, Roland und Mark

treiben über vierzig Stunden hilflos und völlig erschöpft auf einer Re

ttungsinsel in den Weiten des Meeres. Wie von Geisterhand gesteuert, landet das schlauchbootartige Gefährt auf einer einsamen Insel. Der dortige Süßwassersee und einige Früchte retten

die Jungs vor dem Hungertod. Als die drei Gestrandeten die tropische Insel erkunden, stoßen sie auf eine entstellte Leiche in einem Ski-Anzug. Mit List und Taktik, aber auch mit Harpune, Messer und Pistole, nehmen sich die Jungs vor, den grauenhaften Dingen auf den Grund zu gehen…

Meinung:

Das Buch ist der Auftakt einer Reihe.  Meiner Meinung nach ist dies dem Autor recht gut gelungen. Der Schreibstil ist gut – nur stellenweise ging es thematisch zu schnell von einem zum anderen. Dadurch empfand ich es so, dass es zwischendruch schnell wieder an Spannungen verloren hat. Außerdem sind die Charaktere recht gut vorgestellt… man lernt die Personen im Laufe der Geschichte immer besser kennen, wobei das ganze relativ oberflächlich bleibt. Da hätte ich mir gerne etwas mehr Tiefe gewünscht. Zudem ist die Sprache der Jungs sehr modern gewesen, was ich persönlich nicht so passend fand. Außerdem empfand ich manche Reaktionen der Jungs nicht so realistisch – ich hatte teilweise Schwerigkeiten mich in die Personen hineinzuversetzen.

Die Story an sich ist recht gut. Es handelt von einer Insel, auf der viele krumm

e Dinge geschehen. Ich finde, dass der Autor hierbei interessante Ideen mit eingebaut hat, wobei es ganz zum Schluss vielleicht etwas zu „abwegig“ geworden ist. Es passieren auch einige Dinge, die meiner Meinung nach etwas härtere Nerven erfordern –  weil es teilweise etwas „ekelig“ für ein Jugendbuch wird. Gerade Zum Ende hat der Autor es geschafft eine Spannung am längeren Stück zu erzeugen. Zusätzlich bekommt man zum Schluss noch einen Einblick auf das zweite Abenteuer ….

Abschließend muss ich sagen, dass der Schreistil an gut ist und die kreativen Ideen gut umgesetzt worden sind. Die Story an sich ist auch gut- nur hat sie mir persönlich nicht so gut gefallen, und die Charakterprofile sind mir nicht genug in die Tiefe gegangen.

Dennoch: Ich empfehle es weiter, an Leute, die gerne Ab

tenteuergeschichten lesen.

 

 

Die Therapie

Rezension zu „Die Therapie“

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Knaur

Preis: 9,99 (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-942656160

 

Einführung: Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird. (Klappentext)

Meinung:

Ich finde das Buch die Therapie von Sebastian Fitzek echt gut. Es ist mein zweites Buch von Fitzek gewesen (1. Buch war das Paket), und ich finde, dass der Autor wohl einen Hang zu Psychologen/Psychiatern hat…

Auch wieder bei diesem Band hat er es geschafft, einen bis zum Ende dauerernden Spannungsbogen zu halten, mit vielen Cliffhangern am Ende fast aller Kapitel. Fitzek hat es auch meiner Meinung nach gut geschafft, eine düstere, geheimnisvolle Stimmung zu erzeugen, welche total treffend zu der Story ist.

Vergleiche ich das allerdings nun mit „Das Paket“, muss ich sagen, dass es nicht ganz so gut ist. Nicht so gut gefallen hat mir nämlich unteranderem, dass die einzelnen Charakter nicht so eine Tiefe bekommen haben, und man dementsprechend alle sehr oberflächlich kennen gelernt hat. Mir kam es sogar so vor, dass man selbst den Hauptprotagonisten hätte besser kennen lernen sollen…Das fand ich etwas schade.

Zudem fand ich das Ende etwas zu … „weit hergeholt“, wobei ich auch sagen muss, dass ich teilweise (positiv) überrascht war. Ich kann nun leider aich nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern. Es war auf jeden Fall ein großer Plot Twist, aber eben etwas weit hergeholt für meinen Geschmack.

Ansonsten ist es eine super Geschichte, und es lässt sich alles super fließend lesen. Ich hatte teilweise auch Probleme, dass Buch wegzulegen… Es ist spannend, und schön geschrieben, nur ließ es mich eben keine richtige Bindung zu den einzelnen Charakteren aufbauen. Aber vielleicht war das auch so gewollt von Fitzek.

Es ist auf jeden Fall ein guter Psychothriller, ein gutes Buch und somit empfehlenswert. Sicher gibt es von Fitzek bessere (wie das Paket), aber sicher auch schelchtere (nehme ich an).

Ich bewerte das Buch wie folgt:

Bewertung: 4 / 5

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Rezension zu „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“

Autor: Genki Kawamura

Verlag: C.Bertelsmann

Preis: 18,00 Euro

ISBN: 978-3-570-10335-7

 

 

Einfühurung:

Das Buch „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist ein Roman, welcher von Genki Kawamura verfasst worden ist, und von der Sinnhaftigkeit des Lebens handelt. Dabei ist der namenlose Protagonist, ein Briefträger von Beruf, sterbenskrank. Laut seines Arztes habe er lediglich einen Tag noch zum Leben. Dann bekommt er allerdings Besuch vom Teufel persönlich und macht ihm (unmoralische?) Angebote. Er darf weiter leben, immer einen Tag mehr … dafür muss immer eine Sache aus der Welt verschwinden …. Was das letztlich ist, entscheidet der Teufel.

Meinung:

Nach dem ich den Prolog gelesen hatte, bekam ich eine Gänsehaut.

Obwohl zeitweise in der Sie-Form geschrieben wird, und damit ein gewisser persönlicher Abstand zum Protagonisten entsteht, habe ich mich sehr gut in diesen hineinversetzt gefühlt. Das lag hauptsächlich an den Anekdoten bzw. Rückblickne in sein früheres Leben. Da erzählt er viel über seine tote Mutter, seine schwierige Beziehung zu seinem Vater und wie er zu seiner Katze gekommen ist – man lernt den Protagonisten richtig kennen. Diese Geschichten passen immer sehr gut zu den jeweiligen Tagen, an denen bestimmte Dinge durch den Teufel verschwinden. Ich habe gut gemerkt,  wie diese Dinge mit Ihrer jeweiligen Bedeutung ( für den Protagonisten) verschwunden sind.

Es sind zwischendurch auch immer wieder Sätze und Erkenntnisse gekommen, die mir selbst nochmal einen anderen Blick auf das Leben und den Tod ermöglicht haben. Ich hatte dabei Kentnisse manchmal etwas überdacht und sogar neue kennen gelernt. Gerade kurz vor Ende kommen sehr viele „Weisheiten“ für das Leben.

Ich emfand das Buch, gerade wegen dieser Rücklblicke in das Leben der Hauptfigur, als Film des Lebens, welcher bekannterweise kurz vor dem Tod eines jeden Menschen erscheint. So hat man als Leser seinen Film ebenfalls gesehen kurz bevor dieser verendet ….

Vielleicht bin ich zur Zeit etwas emotional labil oder einfach zu sensibel, oder aber ich hatte einfach einen schlechten Tag, – ich weiß es ehrlich nicht – aber ich habe tatsächlich am Ende geweint … mir ging das ganze recht nahe, was mich selbst verwundert hatte …. Ich glaube Grund dafür war die Entwicklung des Protagonisten, der am Ende den Tod als was Natürliches ansieht, und ihn sogar willkommen heißt, und gerne annimmt…..

Ein relativ „großer“ negativer Punkt ist, dass das Buch stellenweise mehr in die „Tiefe“ hätte gehen können bzw. meines Erachtens gehen sollen. Der Autor hätte noch etwas besser auf die verschwundenen Dinge und deren Auswirkungen eingehen können. Oder aber am Ende noch eine gewisse Auflösung mit dem Vater klären können … aber vielleicht ist es eben das, was der Autor damit sagen möchte: im Leben hat man manchmal nicht die Chance alles zu klären oder zu abzuschließen …

Es ist auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung, wenn man mal einen anderen Blick auf das Leben werfen möchte, und philosphisch angehauchte Bücher mag.

Bewertung: 4 / 5

 

 

your name

Rezension zu „your name“

Autor: Makoto Shinkai

Verlag: Egmont

Preis: 15 Euro

 

 

Einführung:

Mitsuha lebt in einem Dorf in den Bergen, sehnt sich aber nach einem aufregenden Leben in der Stadt. So sehr, dass sie eines Nachts sogar beginnt davon zu träumen: Im Schlaf ist sie Taki, ein Junge aus der Metropole Tokio. Als aus dem Traum plötzlich Realität wird und Mitsuha in Takis Körper aufwacht, ist sie vollkommen verwirrt. Wer ist dieser Junge? Was macht sie in seinem Körper? Und vor allem: Wie kann sie das wieder umkehren?
Eine berührende Liebesgeschichte durch Zeit und Raum nimmt ihren Lauf…

Quelle: https://www.egmont-manga.de/buch/your-name-roman/

Meinung: Ich habe erst auf Instagram erfahren, dass es zu dem Film „your name“ einen gleichnamigen Roman gibt. Daraufhin habe ich ihn mir schnell geholt.

Ich finde, dass sich der Roman und der Film sehr gut ergänzen. Ich hatte auf einmal wieder alle Bilder aus dem Film im Kopf, und das Geschehen hatte durch das Buch eine gewisse Tiefe bekommen. Außerdem lässt sich das Buch sehr gut lesen, wenn man sich an den Schreibstil gewöhnt hat. Dieser ist nämlich wirklich etwas gewöhnungsbedürftig, und hatte mich zu Beginn auch etwas irritiert. Das Buch handelt nämlich von zwei Protagonisten, einer weiblichen und einer männlichen Hauptperson. Die Sicht der weiblichen Hauptperson wird linksseitig geschrieben, während die Sicht der männlichen Hauptperson rechtsseitig geschrieben wird. Manchmal werden die Perspektiven beider Protagonisten zusammen auf einer Seite beschrieben. Dadurch hat man das Gefühl bekommen, dass wirklich die Abläufe beider Personen parallel zu einander ablaufen, und sich gegenseitig vielleicht sogar bedingen…? Es war auf jeden Fall sehr interessant so einen Stil zu lesen. Zudem ist alles sehr schön um- und beschrieben, und besitzt hier und dort auch immerwieder etwas (geschlechtsspezifischen) Humor. Das wiederum kennt man aus japanischen Animes, oder Mangas.

Die Story hat mich persönlich sehr mitgerissen, sodass ich am Ende sogar den Tränen recht nahe war – und das ist bei mir eher die Ausnahme… Man muss aber auch sagen, dass die Story wahrscheinlich eher etwas für jemanden ist, der gerne japanische Geschichten mag. Der Autor spielt hierbei mit ständigen Gegensätzen aus Kultur und Moderne, oder Stadt und Land, Mädchen und Junge … und verwendet einige Metaphern, was ich persönlich gerne mag. Es erlaubt Interpretationsfreiraum. Zusätzlich ist in der Story ein großartiger Plot Twist eingebaut, der einen sicher überraschen wird. Mir war dieser wegen des Filmes bekannt, aber ich muss sagen, dass es in dem Roman sehr gut verarbeitet wurde.

Abschließend kann ich nur eine klare Leseempfehlung geben – gerade wenn man japanische Geschichten mag!

Bewertung: 5 / 5

Der Junge im gestreiften Pyjama

Rezension zu „Der Junge im gestreiften Pyjama“

Autor: John Boyne

Verlag: Fischer

Seiten: 288

Preis: 8,99 Euro

ISBN: 978-3-596-80683-6

 

Einführung: Im zweiten Weltkrieg wird die Geschichte eines kleinen neunjährigen Jungen namens Bruno erzählt. Sein Vater wird Kommandant eines Lagers in Polen – das von Auschwitz. Dafür muss Bruno mit seiner Schwester, Mutter und Vater Berlin verlassen. Bruno vermisst Berlin und denkt oftmals an seine Schulfreunde. Mit seiner Schwester kann er nicht wirklich spielen: er nennt sich immer wieder einen hoffnungslosen Fall und fühlt sichim seinem neuen Zuhause nicht wohl. Erst als er einen jüdsichen Jungen hinter einem Zaun kennenlernt und sich mit ihm anfreundet, gefällt es ihm dort. Es sind seine positiven Momente dort. Den Grund des Umzugs und generell alles drumherum realisiert Bruno nicht, seine Eltern und Großeltern vermeiden jegliche Erklärungen.

Seine Mutter möchte gerne, dass sie wieder zurück nach Berlin ziehen. Dieser Ort sei nämlich keiner, an dem Kinder großwerden sollten. Dies wird allerdings erst zum Ende hin möglich … wobei dann alles schon zu spät ist …

Meinung: Ich finde das Buch äußerst gelungen. Bruno sieht die ganze Welt um ihn herum sehr kindlich und naiv. Seine Welt besteht daraus, Spielkameraden zu finden und Spaß zu haben. Er hinterfragt auch nicht die Geschehnisse, wie zum Beispiel das Fehlen des jüdischen Kellners – der eigentlich Arzt ist – und nach einem Fehler zusammengeschlagen wird. Er versteht den Begriff Juden nicht, bzw. warum sie anders sind, und sieht sie deshalb als normale Meschen. Er beneidet sie sogar noch, weil die Kinder hinter dem Zaun sich zum Spielen haben. Er bemerkt es nicht mal, dass sein neuer jüdischer Freund Schmuel immer magerer wird … nach jedem Treffen am Zaun…

Ich finde diese kindliche Leichtigkeit, die im Erwachsenenalter leider verloren geht, hat der Schriftsteller sehr gut herüber gebracht. Auch die Botschaft, dass in Kinderaugen jeder gleich ist, finde ich besonders schön. Ich bin mir allerdings nicht ganz so sicher, ob neunjährige Jungen das alles wirklich nicht so versteht. Bruno wiederholt nämlich oftmals Dinge, die ihm erklärt wurden. Außerdem hat es mich zeitweise kurz verwundert, warum Schmuel nie beim Warten am Zaun erwischt wurde, oder er den Zaun so hochheben konnte, damit Bruno zum Spielen hindurch kommen konnte.

Andererseits sind auch die Beschreibungen eines kleinen Jungen sehr goldig, der beispielsweise die Kleidung der Juden bzw. Häftlinge des Konzentrationslagers als gestreifte Pyjama sieht, oder den Führer als Furor und Auschwitz als Aus-Wisch bezeichnet.

Abschließend muss ich sagen, war ich sehr gerührt – wenn auch nicht den Tränen nahe. Zudem ist die Botschaft, die ich daraus entnehmen konnte – alle Menschen sind gleich – sehr wichtig!

Nun freue ich mich auf den Film!

Meine Bewertung: 5 / 5