Scythe – Hüter des Todes

Rezension zu „Scythe – Hüter des Todes“

Autor: Neal Shusterman

Verlag: SAUERLÄNDER

Seiten: 513

Preis: 19,99 Euro

ISBN: 978-3-7373-5506-3

 

Einführung: Die Geschichte spielt in der Zukunft – es ist eine Welt, in der es nur Wohlstand gibt, unendliches Wissen, keine Krankheiten – und keine natürliche Sterblichkeit. Die Menschen leben auf der Erde in einer perfekten Welt …. aber alles hat seine Schattenseiten …

Es gibt zwei Hauptprotagonisten: Citra Terranova und Rowan Damisch, welche in dieser perfekten Welt leben. Da Menschen allerdings sterben müssen, um eine Massenbevölkerung der Erde zu verhindern, gibt es die Scythe. Diese werden ausgebildet um die Bevölkerung der Welt auszubalancieren –  indem sie Menschen töten! Sie haben die Erlaubnis dafür .

Rowan und Citra werden ebenfalls auserwählt, und der Ausbildung der Scythe unterzogen. Sie sollen die Kunst des Tötens in allen Facetten lernen. Doch wird am Ende nur einer zum Scythe gekürt, und hat abschließend die Aufgabe den oder die andere(n) Auszubildende(n) hinzurichten.

Es ist der Auftakt einer Science-Fiction Trilogie!

Meinung: Das erste Buch ist ein sehr guter Auftakt in einer aufregend neue Welt, die doch zum Teil sehr nahe an unsere jetzige Welt heran kommt.

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Es gibt immer wieder große Wendungen, die immer wieder Spannungen erzeugt und somit zum Weiterlesen animiert haben. Zudem kann man es sehr flüssig lesen.

Es gibt einige Situationen, in denen Menschen von den Scythe getötet werden. Der Autor schafft es hierbei aber sehr gut – getreu einem Jugendromans – dass es nicht makaber wird. Dennoch empfand ich das Thema zu Anfang doch etwas befremdlich …

Sehr gut finde ich auch, dass – ich persönlich – dadurch mich mehr mit dem Tod und dem endlichen Leben auseinander gesetzt habe. Im Buch kam es teilweise immer wieder hervor, dass das Leben dort unendlich sei. Somit dachten die Menschen kaum an den Tod, lediglich als sie die Hüter des Todes – die Scythe – sahen. In unserer Gesellschaft empfinde ich es sehr ähnlich. Man beschäftigt sich nicht damit – man verdrängt es.  Und obwohl man weiß, dass das Leben irgendwann endet, lebt man dennoch so, als wäre man unsterblich … Durch dieses Buch habe ich mich persönlich auch mehr mit dem Thema auseinander gesetzt.

Außerdem hat der Autor auch gut gezeigt, dass Menschen auch in der Zukunft wohl Menschen bleiben. Das heißt: sie werden weiterhin manipulierbar sein, nach „mehr“ (Macht) streben wollen und evlt. für sich selbst zur Gefahr werden…?

Die Story wird echt spannend erzählt und bleibt durch die zwei Protagonisten und dem Sichtwechsel zwischen ihnen auch oft spannend. Ich fand allerdings, dass einige Szenen zu langgezogen waren, und eine zu kurz und schnell heruntergeschrieben worden sind … Ich finde das Buch gut als Auftakt einer Trilogie und freue mich bereits auf den zweiten Teil!

Klare Leseempfehlung!

Bewertung: 4,5 / 5

 

 

 

Das Paket

Rezension zu „Das Paket“

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: KNAUR

Seiten: 335

Preis: 10,99 Euro

Gebunden: 19,99 Euro

ISBN: 978-3-426-19920-6

 

Einführung:

Eine junge Psychiaterin namens Emma wird in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt. Laut den Medien heißt es, sie sei Opfer eines Psychopathen geworden, und nennen den Täter Friseur, da dieser den vergewaltigten Frauen dei Haare abrasiert. Sie ist die Einzige, die diese Misshandlung überlebt und  verbarrikadiert sich seitdem traumatisiert zu Hause. Das ist der einzige Ort, an dem Sie sich sicher fühlt. Dennoch wird sie auch zu Hause von Wahnvorstellungen heimgesucht und sieht in ihrer Paranoia in dem Gesicht jedes Mannes den Vergewaltiger!

Als es dann an der Tür klingelt und der Postbote ihr ein Paket übergibt – für einen Nachbarn, den sie nicht kennt, obwohl sie bereits lange in der kleinen Siedlung nahe Berlin lebt – geht die Horrorgeschichte weiter. Hat das Packet etwas mit ihrer Vergewaltigung zu tun, mit dem Peinuger, mit dem Friseur …?

Meinung:

Das Paket von Sebastian Fitzek ist mein erster Psychothriller überhaupt gewesen. Durch die Bookstagram-Community bin ich endlich dazu bewegt worden, mir es zu holen. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt!

Es war direkt am Anfang sehr gut und spannend geschrieben. Man flog förmlich durch das Buch, und fast nach jedem Kapitel gibt es einen Cliffhanger, die mich das Buch echt schwer weglegen lassen haben. Es war tatsächlich sehr spannend – durchweg. Außerdem sind ständige Wendungen eingebaut gewesen, so dass man oftmals Vermutungen hatte, wer der Friseur und Täter sei, und damit komplett falsch lag. Zum Ende hin hat sich allerdings meine Vermutung dann doch bestätigt. Ich möchte diesem Buch – auch wenn ich noch keinen Vergleich mit anderen Thrillern habe – die volle Punktzahl geben.

Ich finde nämlich, dass der Autor es super geschafft, Emma, die Hauptprotagonisten ebenfalls wahnsinnig und psychisch erkankt darzustellen, obwohl sie es nicht ist … oder etwa doch? Diese Grenze zwischen Verrückteit und Klarheit finde ich sehr gut, und hat mich oftmals an die Phsyiker (Dürrenmatt) oder auch Shuter Island, die nach dem selben Pinzip vorgehen, gedacht.

Eine klare Leseempfehlung!

Bewertung: 5 / 5

 

 

 

 

 

Das Lied der Krähen

Rezension zu „Das Lied der Krähen“

Titel: Das Lied der Krähen

Autor: Leigh Bardago

Verlag: KNAUR

Seiten: 592

Preis: 16,99 Euro

ISBN: 978-3-426-65443-9

 

Einführung:

Die Geschichte aus „Das Lied der Krähen“ entspringt der High Fantasy und spielt somit in seiner eigenen magischen Welt. Hauptplatz der Handlungen ist zu Beginn die Hafenstadt Ketterdam, welche als wichtige Handelsmetropole, aber auch als Treffpunkt kurioser Gestalten dient.
Einer dieser zwielichtigen Gestalten ist Kaz Brekker, ein gerissener und gefühlskalter Dieb, der die rechte Hand eines Bandenchefs ist.
Als er ein Jobangebot bekommt, das Ihm viel Reichtum verspricht, nimmt er es an. Er kann diesen Job allerdings nicht alleine durchführen. Dafür benötigt er eine Mannschaft – diese besteht aus fünf weiteren Mitgliedern – und sie alle haben zwar dasselbe Ziel, aber alle unterschiedliche Motive. Kaz könnte mit diesem Reichtum endlich seinen verstorbenen Bruder rächen…
Das Problem ist nur: der Job ist äußerst gefährlich. Sie sollen einen Magier aus dem bestgesichersten Gefängnis der Welt befreien. Sind sie sechs der Herausforderung gewachsen, oder werden sie daran kläglich scheitern ….

Meinung:

Ich finde das Buch „Das Lied der Krähen“, welches von Leigh Bardugo geschrieben wurde, echt fantastisch. Es ist eine Geschichte, die einen in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und schnell zu lesen. Dennoch wird alles detailreich beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.
Interessant fand ich auch den ständigen Wechsel der sechs Protagonisten nach jedem Kapitel. Dadurch hat die Geschichte eine bessere Spannung aus verschiedenen Blickwinkeln und man hat die Personen noch besser mit seinen Gefühlen und Gedanken kennen gelernt. Zudem habe ich durch diesen Wechsel der Protagonisten die Entwicklung der jeweiligen Charaktere sehr gut miterleben können. Es ist wirklich sehr spannend.
Natürlich ist die Geschichte an sich auch schon super spannend: ein gerissener Dieb soll mit seinen fünf Gefährten einen Magier aus dem am besten bewachten Gefängnis befreien! Es erinnert zwar etwas an Ocean eleven, ist aber dennoch sehr einzigartig in seiner Geschichte. Die Gefährten sind nämlich sehr clever und besitzen alle eine oder mehrere besondere Fähigkeit(en), die sie als Team besonders stark mach(en). Außerdem gibt es noch sogenannte Grischa. Das sind Magier, die verschiedene Magien besitzen, und mit einer Droge, dem Jurda Parem, ihre Kraft wesentlich verstärken können.
All das macht es zu einer sehr guten Story und letzlich einem sehr guten Buch. Das einzig negative an Kritik, ist für mich der Einstieg gewesen. Dieser ist mir nämlich durch die vielen Namen, Orte und allgemeinen Begriffe relativ schwer gefallen. Allerdings gewöhnt man sich auch wiederum relativ schnell daran, so dass es immer besser wird, je weiter man liest.

Es ist eine klare Empfehlung an alle, die gerne (high) Fantasy lesen, und gerne in fremde, aufregende Fantasiewelten eintauchen!

Bewertung: 4,5 / 5

 

Nur drei Worte

Rezension zu „Nur drei Worte“/“Love, Simon“

Titel: Nur drei Worte

Autor: Becky Albertalli

Verlag: Carlsen

Seiten: 320

Preis: 16,99 EURO (Hardcover)

ISBN: 978-3-551-55609-7

Einführung:

Das Buch „Nur drei Worte“ (o. im engl. Love, Simon) behandelt die Frage, was eigentlich „normal“ ist. Gilt es als normal, weiß, hetero und christlich zu sein? Das Buch handelt von dem Jugendlichen Simon und seiner Internetbekanntschaft  Blue. Sie haben eine Gemeinsamkeit: Beide sind homosexuell. Simon und Blue sind ungeoutet und tauschen sich per E-Mail aus. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft – und mehr? Beide besuchen die selbe Schule und kennen sich nicht, oder etwa doch..? Simon möchte sich gerne selbst outen, doch wird ihm die Entscheidung wann und wie unfreiwillig abgenommen, als jemand es für ihn übernimmt und es online stellt …

Daneben erlebt Simon den Schulalltag mit seinen Freunden und durchlebt die Gefühle eines Jugendlichen in seiner Identitätsfindung – und dem ungewollten Outing und seinen Folgen. Zu dem werden Themen wie Freundschaft und Religion angeschnitten.

Eigene Meinung:

Ich finde, dass die ersten Seiten recht trocken und langweilig waren, es allerdings schnell an Fahrt aufgenommen hat. Das Buch ist somit immer unterhaltsamer geworden und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Der Schreibstil des Jugendbuches ist einfach gehalten, dennoch ist es schön und gefühlvoll beschrieben, so dass man sich sehr gut in Simon hinein versetzen kann. Die Story ist emotional und lädt zum Eintauchen ein – und man mag das Buch gar nicht mehr weg legen.

Besonders gut hat mir die kritische Ader zu dem Punkt Normalität gefallen. Ich finde, dass Becky Albertalli dies sehr gut und geschickt umgesetzt hat. Man wird nämlich auf eine Fährte gelockt. Der Leser ertappt sich selbst dabei – wie ich selbst auch, wie anders man sich Blue vorgestellt hat, und man ist sicherlich erstaunt, wie Blue am Ende aussieht ( und wer er ist). Außerdem wird die Beziehung von Homosexualität und Religion aufgegriffen. Am Ende des Buches beschäftigt man sich selbst mit dem Thema Normalität und was das eigentlich (für einen selbst) bedeutet, und fängt vielleicht bei sich an…

Zuletzt kann ich mir noch gut vorstellen, dass auch andere Jugendliche sich sehr gut in die Rolle von Simon (und auch Blue) hinein versetzen können. Es könnte Ihnen helfen mit ihrer eigenen Situation besser klar zu kommen.

Zusammenfassend möchte ich das Buch – eben wegen der kritischen Sicht – mit einer sehr guten Bewertung auszeichnen! Es ist auf jeden Fall lesenswert und regt zum Nachdenken an!

Bewertung: 5 / 5

 

 

 

Hallo ihr Lieben

Rezension zu „Das Lied von Eis und Feuer“

 

Einführung:

Mit der Fantasy-Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ entführt uns George R. R. Martin in eine fantastische Welt mit viel Spannung, Intrigen und Leidenschaft. Die Handlungen in dieser Welt spielen auf zwei Kontinenten. Der hauptsächliche Kontinent nennt sich Westeros, oder auch die „Sieben Königslande“, welcher aus hunderten von Adelsdynastien unterschiedlicher Größe besteht. Der König, der von dem Eisernen Thron aus regiert, hat allerdings die oberste Gewalt in Westeros. Der Kern der Handlungen besteht darin, dass die einzelnen Adelshäuser den vermeintlichen Anspruch auf den Thron erheben. Und das Spiel um den Thron beginnt, während im Hintergrund eine ganz andere, kalte Bedrohung näher kommt …

Eigene Meinung:

Ich finde, dass es George R. R. Martin mit seinem detailreichen und ausführlichen Schreibstil geschickt schafft, den Leser in die fantastische Welt von Westeros zu ziehen. Die Story ist sehr umfangreich durch die Perspektiven der zahlreichen unterschiedlichen Protagonisten, die aber wiederum immer wieder neue Spannungen und Wendungen erzeugen. Dies ist für den Anfang recht gewöhnungsbedürftig, ebenso wie die vielen zusätzlichen Charaktere und Namen, weshalb es sich empfiehlt, die Bücherreihe zeitnah hintereinander zu lesen. Zu dem zieht der Autor bei den Charaktereigenschaften keine klare Linie zwischen gut und böse, so dass spannende Charakterentwicklungen zu bemerken sein werden.

Man sollte grundsätzlich (mittelalterliche) Fantasyromane oder die Serie (Game of Thrones) mögen, wenn man diese Reihe lesen möchte. Im Vergleich zu der Serie werden die Unterschiede zum Buch immer größer. Allerdings hat die Serie mir persönlich geholfen, mich besser in dem „Game-of-Thrones“-Universum zurecht zu finden.

Zusammenfassend finde ich, dass George R. R. Martin damit ein Meisterwerk innerhalb des Fantasygenres geschaffen hat. Es ist nämlich durch die umfangreiche, komplexe Story und der Ideenvielfalt ein außergewöhnliche Fantasy-Universum entstanden.

Ein Muss für jeden Fantasy-Leser!

Bewertung: 5 / 5

Buchreihe*:

Band 1: Die Herren von Winterfell

Band 2: Das Erbe von Winterfell

Band 3: Der Thron der Sieben Königreiche

Band 4: Die Saat des goldenen Löwen

Band 5: Sturm der Schwerter

Band 6: Die Königin der Drachen

Band 7: Zeit der Krähen

Band 8: Die dunkle Königin

Band 9: Der Sohn des Greifen

Band 10: Ein Tanz mit Drachen

 

*Als Taschenbuch, in gebundener Auflage sind alle zwei Bände zusammengefasst.