Nur drei Worte

Rezension zu „Nur drei Worte“/“Love, Simon“

Titel: Nur drei Worte

Autor: Becky Albertalli

Verlag: Carlsen

Seiten: 320

Preis: 16,99 EURO (Hardcover)

ISBN: 978-3-551-55609-7

Einführung:

Das Buch „Nur drei Worte“ (o. im engl. Love, Simon) behandelt die Frage, was eigentlich „normal“ ist. Gilt es als normal, weiß, hetero und christlich zu sein? Das Buch handelt von dem Jugendlichen Simon und seiner Internetbekanntschaft  Blue. Sie haben eine Gemeinsamkeit: Beide sind homosexuell. Simon und Blue sind ungeoutet und tauschen sich per E-Mail aus. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft – und mehr? Beide besuchen die selbe Schule und kennen sich nicht, oder etwa doch..? Simon möchte sich gerne selbst outen, doch wird ihm die Entscheidung wann und wie unfreiwillig abgenommen, als jemand es für ihn übernimmt und es online stellt …

Daneben erlebt Simon den Schulalltag mit seinen Freunden und durchlebt die Gefühle eines Jugendlichen in seiner Identitätsfindung – und dem ungewollten Outing und seinen Folgen. Zu dem werden Themen wie Freundschaft und Religion angeschnitten.

Eigene Meinung:

Ich finde, dass die ersten Seiten recht trocken und langweilig waren, es allerdings schnell an Fahrt aufgenommen hat. Das Buch ist somit immer unterhaltsamer geworden und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Der Schreibstil des Jugendbuches ist einfach gehalten, dennoch ist es schön und gefühlvoll beschrieben, so dass man sich sehr gut in Simon hinein versetzen kann. Die Story ist emotional und lädt zum Eintauchen ein – und man mag das Buch gar nicht mehr weg legen.

Besonders gut hat mir die kritische Ader zu dem Punkt Normalität gefallen. Ich finde, dass Becky Albertalli dies sehr gut und geschickt umgesetzt hat. Man wird nämlich auf eine Fährte gelockt. Der Leser ertappt sich selbst dabei – wie ich selbst auch, wie anders man sich Blue vorgestellt hat, und man ist sicherlich erstaunt, wie Blue am Ende aussieht ( und wer er ist). Außerdem wird die Beziehung von Homosexualität und Religion aufgegriffen. Am Ende des Buches beschäftigt man sich selbst mit dem Thema Normalität und was das eigentlich (für einen selbst) bedeutet, und fängt vielleicht bei sich an…

Zuletzt kann ich mir noch gut vorstellen, dass auch andere Jugendliche sich sehr gut in die Rolle von Simon (und auch Blue) hinein versetzen können. Es könnte Ihnen helfen mit ihrer eigenen Situation besser klar zu kommen.

Zusammenfassend möchte ich das Buch – eben wegen der kritischen Sicht – mit einer sehr guten Bewertung auszeichnen! Es ist auf jeden Fall lesenswert und regt zum Nachdenken an!

Bewertung: 5 / 5

 

 

 

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