Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Rezension zu „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“

Autor: Genki Kawamura

Verlag: C.Bertelsmann

Preis: 18,00 Euro

ISBN: 978-3-570-10335-7

 

 

Einfühurung:

Das Buch „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist ein Roman, welcher von Genki Kawamura verfasst worden ist, und von der Sinnhaftigkeit des Lebens handelt. Dabei ist der namenlose Protagonist, ein Briefträger von Beruf, sterbenskrank. Laut seines Arztes habe er lediglich einen Tag noch zum Leben. Dann bekommt er allerdings Besuch vom Teufel persönlich und macht ihm (unmoralische?) Angebote. Er darf weiter leben, immer einen Tag mehr … dafür muss immer eine Sache aus der Welt verschwinden …. Was das letztlich ist, entscheidet der Teufel.

Meinung:

Nach dem ich den Prolog gelesen hatte, bekam ich eine Gänsehaut.

Obwohl zeitweise in der Sie-Form geschrieben wird, und damit ein gewisser persönlicher Abstand zum Protagonisten entsteht, habe ich mich sehr gut in diesen hineinversetzt gefühlt. Das lag hauptsächlich an den Anekdoten bzw. Rückblickne in sein früheres Leben. Da erzählt er viel über seine tote Mutter, seine schwierige Beziehung zu seinem Vater und wie er zu seiner Katze gekommen ist – man lernt den Protagonisten richtig kennen. Diese Geschichten passen immer sehr gut zu den jeweiligen Tagen, an denen bestimmte Dinge durch den Teufel verschwinden. Ich habe gut gemerkt,  wie diese Dinge mit Ihrer jeweiligen Bedeutung ( für den Protagonisten) verschwunden sind.

Es sind zwischendurch auch immer wieder Sätze und Erkenntnisse gekommen, die mir selbst nochmal einen anderen Blick auf das Leben und den Tod ermöglicht haben. Ich hatte dabei Kentnisse manchmal etwas überdacht und sogar neue kennen gelernt. Gerade kurz vor Ende kommen sehr viele „Weisheiten“ für das Leben.

Ich emfand das Buch, gerade wegen dieser Rücklblicke in das Leben der Hauptfigur, als Film des Lebens, welcher bekannterweise kurz vor dem Tod eines jeden Menschen erscheint. So hat man als Leser seinen Film ebenfalls gesehen kurz bevor dieser verendet ….

Vielleicht bin ich zur Zeit etwas emotional labil oder einfach zu sensibel, oder aber ich hatte einfach einen schlechten Tag, – ich weiß es ehrlich nicht – aber ich habe tatsächlich am Ende geweint … mir ging das ganze recht nahe, was mich selbst verwundert hatte …. Ich glaube Grund dafür war die Entwicklung des Protagonisten, der am Ende den Tod als was Natürliches ansieht, und ihn sogar willkommen heißt, und gerne annimmt…..

Ein relativ „großer“ negativer Punkt ist, dass das Buch stellenweise mehr in die „Tiefe“ hätte gehen können bzw. meines Erachtens gehen sollen. Der Autor hätte noch etwas besser auf die verschwundenen Dinge und deren Auswirkungen eingehen können. Oder aber am Ende noch eine gewisse Auflösung mit dem Vater klären können … aber vielleicht ist es eben das, was der Autor damit sagen möchte: im Leben hat man manchmal nicht die Chance alles zu klären oder zu abzuschließen …

Es ist auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung, wenn man mal einen anderen Blick auf das Leben werfen möchte, und philosphisch angehauchte Bücher mag.

Bewertung: 4 / 5

 

 

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